Chörlireise 2017

Trotz Regenwetter, Kälte und Aussicht auf Schnee trafen sich 10 aufgestellte Frauen zur diesjährigen Chörlireise. Mit Zug und Kutsche ging es ins Engadin, Richtung Val Roseg. In Landquart waren wir dann vollzählig und somit fuhren wir mit der RHB in Richtung Pontresina. Kaum hatten wir unser Gepäck verstaut, kam auch schon die erste Ueberraschung, denn Erika und Gitta, natürlich wie es sich gehört, mit umgebundenen, roten Schürzen, überraschten uns mit einem feinen Kaffee und Gipfeli. Die von Theres offerierten Schoggistängeli kamen uns grad auch noch gelegen (alles verschlungen). Quizaufgaben, natürlich sehr schwierig für unser Alter, wurden uns vorgelegt, was zwischendurch zu lautem Gelächter führte. Erika beobachtete uns mit Adleraugen, denn wir durften nicht „abluege“. Jede einzelne von uns hoffte den 1. Preis zu gewinnen, aber leider folgte die von uns spannende Preisverteilung erst zu einem späteren Zeitpunkt. Bis zur Endstation Pontresina, wo wir dann aussteigen mussten, wurde kreuz und quer über diverse Sachen diskutiert und schlussendlich war es so weit, wir mussten den Zug verlassen. Nun freuten wir uns auf die Weiterfahrt mit der Kutsche. Infolge Schneefall haben wir uns alle für die Kutschenfahrt entschieden, laufen war nicht mehr gefragt, denn er war kalt. Eingepackt von Kopf bis Fuss mit Mützen, Handschuhen und zum Teil geilen Kopfbedeckungen (gell Barbara) bestiegen wir die Kutsche, welche mit drei schönen Pferden bespannt war. Um all die warmen Kleider, die wir alle sicherheitshalber eingepackt hatten waren wir froh, denn auf der Kutsche konnten wir sie gut gebrauchen, nur den Zeckenspray nahmen wir unverrichteter Dinge wieder nach Hause. (sorry Gitta ha ha). Da auf der ganzen Strecke Schnee lag und es ziemlich kalt war hüllten wir uns in die, in der Kutsche liegenden Wolldecken ein. Wunderschöne Strecke, nur schade, dass es die Sonne nicht so gut meinte mit uns. Wir wurden durch sehr schöne Wälder und Wiesen, beschneite Brücken chauffiert und wir sahen, je näher wir uns dem Ziel näherten, desto mehr Schnee lag auf der Strasse. Ich offerierte Ursula einen Schnaps von meinem Flachmann, aber er schmeckte ihr glaub nicht und schwups, schon schüttete sie ihn auf die Strasse, aber sie merkte nicht, dass ich es gesehen habe. Etwas später packte Gitta eine Güppliflasche aus dem Rucksack und wir wurden schon wieder von diesen zwei Chörligirls mit einem Apero verwöhnt, wobei Maria auch noch seine altbewährten Gesangsbüechli auspackte. Mit ein paar Lumpenlieder  „in allen Sprachen, manchmal einen Ton zu hoch oder zu tief machten wir unserer „Kutscherfrau vielleicht“ eine Freude.

Nach ca. 1 Stunde dann erreichten wir das Restaurant Val Roseg welches schneebedeckt vor uns lag. Hungrig machten wir uns auf den Weg ins Innere des Hauses. Unser Tisch war reserviert und wieder durften wir uns einer Ueberraschung mehr erfreuen. Ein sehr schöner, selbstgenähter, mit Liebe gemachter Rucksack, gefüllt mit vielen kleinen Ueberraschungen lag für jeden einzelnen vor uns auf dem Tisch. Dieses Rucksäckli wurde vorgänglich von Erika und Leo nach hinten ins Restaurant  Roseg  gebracht, was nicht selbstverständlich ist (bravo und Dank auch an Leo).

Anschliessend brachte uns der Kellner die Speisekarte, wo wir unser Menu selbst bestimmen konnten. Wein und Mineral gehörten natürlich auch noch dazu, sowie eine Juxflasche in gewehrform, in deren Flasche uns der Kellner einen feinen Schnaps offerierte. Nur Erika allein hatte die Ehre, diese Flasche zu halten um unseren Profi-Fotografen zu posieren. Das Essen war super und anschliessend durften wir uns noch vom reichhaltigen Dessertbuffet bedienen. Nach dem Kaffee machten sich die zu Fuss gehenden Frauen etwas früher auf den Weg, es war ziemlich nass und unsere Hosenstösse waren vollgespritzt. Nach gut 1 Stunde gemütlichem gehen und plaudern kam dann auch die Kutsche mit den restlichen Frauen auf dem Bahnhof in Pontresina an.

Pünktlich, zur angegebenen Zeit konnten wir mit der RHB die Heimreise antreten. Unser Gesprächstoff ging langsam zu Ende und die Müdigkeit machte sich auch etwas bemerkbar.

Aber oha, Ursula war noch hell wach, denn sie machte noch Bekanntschaft mit unserem Kondukteur, sie fand es toll, wieder einmal von einem jüngeren Herrn angelächelt zu werden und schenkte ihm ein Schoggistängeli, was er dankend annahm. Das Frauengelächter ging wieder weiter und ertönte über das ganze Abteil. Verschiedene Diskussionen begleiteten uns auf der Fahrt bis nach Landquart ,wo wir auf die SBB umsteigen mussten, die uns nach Bad Ragaz brachte. Barbara sagte noch „ bi üs isches aber au schü!!“. Nun verabschiedeten wir uns von Bettina und Käthi, die noch weiter nach Buchs fahren mussten. Ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren Erika und Gitte, es war wirklich ein toller Ausflug, den wir immer in Erinnerung behalten werden. Bravooooo.

Verfasser Rita

Jubiläumskonzert 2017 - 30 Jahre Nostalgie-Chörli im Grand Resort Bad Ragaz

 

Belle - Époque Woche in Kandersteg, 2016

 

Fernsehsendung "5 gegen 5", 2009

 

Fernsehsendung "SF bi de Lüt live", 2009

 

Chörlireise mit Frauenpower, 2008

 

Gondelfahrt in Venedig, 2004

 

Biedermeier - Fest - Heiden, 2003

 

Fernsehaufnahmen, 1999

 

Marktstand an der Ragazerwoche, 1997

 

Im Juni 1987 fand das Bezirkssängerfest in Bad Ragaz statt, da wollte das Nostalgie-Chörli zum ersten Mal mit dem Lied “Der Blumentopf“ auftreten. Das wurde ein voller Erfolg, doch für eine Zugabe hatte das Chörli leider in der kurzen Zeit kein anderes Lied einstudiert. So wurde das Nostalgie-Chörli auf Anhieb bekannt im ganzen Sarganserland!

 

Wie alles begann…    
Singen mit Freude macht glücklich    


Im Gründungsjahr 1986 trafen sich einige Frauen zu einem Ausflug. Im Zug wurde geplaudert, gelacht und auch gesungen. “ Warum können wir uns nicht öfters zum Singen treffen?“ So kam die Idee auf, einen Chor zu gründen, einen Frauenchor, denn das gab es bis jetzt noch nicht in Bad Ragaz.    
Monika kümmerte sich um ein Inserat in der Zeitung, schon bald trafen sich 23 Frauen zum ersten Mal.       

 

Nun musste nur noch ein Thema her für den neuen Chor. Nostalgie kommt gut an, so wurde der Chor „Nostalgie-Chörli“ getauft. Dies bedingte nun aber passende Kleider. Doch welche Zeitspanne? Beim Besuch im Textilmuseum St. Gallen waren den Frauen die Kleider der Belle-Époque sofort ins Auge gestochen, ja genau das ist unser Motto für den neuen Frauenchor.   

 

Aber wie einen Dirigenten finden? Maria wusste Rat! Es gab einen Lehrer an der Oberstufe mit Namen Amadeus Muoth. Er wurde angefragt, ob er das Chörli leiten würde. Ja, er war bereit mit uns Lieder einzustudieren und zu dirigieren und blieb dem Chörli 10 Jahre als Dirigent erhalten.