Belle-Époque

Belle-Époque  ist die Bezeichnung für eine  Zeitspanne von etwa 30 Jahren um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Meist wird die Zeit von 1884 bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges 1914 genannt.

Nach den zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen im damaligen Europa und dem Ende des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 folgte eine ungewohnt lange Zeit des Friedens. Sie war die Grundlage für einen deutlichen Aufschwung von Wirtschaft und Kultur in Grossbritannien, Frankreich, Deutschland und Ungarn.

Die Menschen dieser Periode fühlten sich in größerem Umfang als je zuvor materiell gesichert und waren optimistisch für die Zukunft.

Die Belle-Époque ereignete sich im Wesentlichen auf den Boulevards der Metropolen, in den Cafés und Cabarets, den Ateliers und Galerien, den Konzertsälen und Salons getragen von einem mittleren und gehobenen Bürgertum, das von den Fortschritten am meisten profitieren konnte.    
In diesen Milieus  war eine  erstaunliche, kulturelle Entwicklung zu beobachten, auch eine Kultur der unbeschwerten, öffentlichen Unterhaltung. Das vor allem hat der Epoche ihren glän- zenden Namen gegeben.

Nebst der Entwicklung in der Bildenden Kunst, und dem Kunsthandwerk geriet auch die Mode, besonders die Damenmode, in Bewegung.
Vom viktorianischen Prunk nach 1900 kam es auch allmählich zur Befreiung aus den Zwängen der Korsetts. Die Kleidung sollte bequemer, aber dennoch elegant sein.

Diese Zeit nur als eine Zeit des uneingeschränkten Lebensgenusses und der allgemeinen gesell-schaftlichen Sorglosigkeit zu sehen, ist zu einseitig, denn die große Zahl der Bauern, der Industriearbeiter und kleinen Angestellten hatte kaum Anteil an der schönen Zeit. Die Zeit eines weithin sorglosen Lebensgefühls endete mit Kriegsbeginn 1914.


Die Mode aus der Belle-Époque, hat die gesangsfreudigen Damen dazu inspiriert, sich in dieser Art Kleider als Nostalgie-Chörli zu präsentieren.